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Emil Schürers „Geschichte des jüdischen Volkes“

Emil Schürer (1844–1910), seit 1873 Professor in Leipzig, seit 1895 in Göttingen, ist durch sein epochales Werk Geschichte des jüdischen Volks im Zeitalter Jesu Christi (1. Auflage in 2 Bänden, 1886–1890; überarbeitet in 3 Bänden, 1901–1902) bekannt. Dieses Werk ist so bedeutend, dass es nach ca. 90 Jahren neu editiert wurde:

    The History of the Jewish people in the age of Jesu Christ, revised and edited by Geza Vermes, Fergus Millar and Matthew Black, Pamela Black and Martin Goodman, Edinbourgh: T & T Clark, 1973–1986 (3 Bände in 4 Teilbänden).
  • Band I enthält nach einer ausführlichen Quellenkunde jüdischer Quellen die politische Geschichte Palästinas von 175 v. Chr. bis 135 n. Chr.
  • Band II enthält eine Geschichte der politischen Institutionen und religiösen Gruppierungen in Palästina der betreffenden Zeit.
  • Band III (in 2 Teilbänden) behandelt das Judentum in der Diaspora und jüdische Schriften des betreffenden Zeitalters.
  • Die älteren Auflagen (1.–3. Auflage) der deutschen und englischen Ausgaben sind für forschungsgeschichtlich Interessierte im Internet auf der Seite des Internet Archiv zugänglich.

    Literatur über Emil Schürer:

  • Zur ersten Orientierung der Wikipedia-Artikel
  • Christof Dahm, Art. Schürer, Emil, in: Neue Deutsche Biographie (NDB) 23, Duncker & Humblot, Berlin 2007,S. 641 f. (Digitalisat).
  • Christof Dahm: Schürer, Emil, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL) 9, Bautz, Herzberg 1995, Sp. 1050–1053.