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Ein Fund aus Athen in Oberbayern.

Im Schlosspark Gauting habe ich diesen interessanten Fund gemacht: Das recht berühmte Grabmal der Hegeso aus klassischer Zeit (5. Jh. v. Chr.) aus Athen (fotografiert mit der CANON EOS 550D mit ISO 100, f=6,4, 1/125):

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehr Informationen hierzu gibt es hier; alle Zitate stammen von dieser Seite des „Virtuellen AntikenMuseums“ der Uni Göttingen.

Demnach wurde dieses 1,49 m hohe Grabmal aus Marmor um 430/20 v. Chr. geschaffen. Gefunden wurde es 1870 auf dem Friedhof außerhalb der Stadtmauer des antiken Athen beim Töpferviertel (Kerameikos). Beschrieben wird es wiefolgt:

„Auf dem Relief ist Hegeso als eine sitzende Frau dargestellt, die sich von einer vor ihr stehenden Frau ein Kästchen reichen lässt. Aus dem Kästchen hat sie etwas, wahrscheinlich eine Kette oder ein Band, herausgenommen. Es war auf den Hintergrund aufgemalt war und ist heute nicht mehr zu erkennen. Hegeso ist aufwendig in Chitongriechisches Untergewand aus dünnem Stoff, mit oder ohne Ärmel, knielang für Männer bzw. lang für Frauen. und Himation gekleidet, während die vor ihr stehende Frau nicht nur kleiner gestaltet ist, sondern auch einfachere Kleidung trägt und die Haare unter einer Haube verborgen hat. Die Figuren werden an beiden Seiten von Pfeilern gerahmt, die einen Giebel tragen, der das Relief bekrönt.“

Die Darstellung wird wiefolgt beschrieben:

„Zum einen wurde diese Darstellung als Wiedergabe einer typischen häuslichen Szene interpretiert, die Hegeso mit ihrer Dienerin zeigt. Für diese Deutung spricht die Kleidung der stehenden Frau, die für Dienerinnen üblich ist. Im Gegensatz zu diesem Ansatz ohne jeden Bezug zum Jenseits kann die Szene jedoch auch als Besuch einer Familienangehörigen mit Geschenken, wie es im griechischen Grabkult üblich war, am Grab der Hegeso gesehen werden. Die verstorbene Hegeso nimmt − in übertragenem Sinne − an ihrem Grab als Verstorbene selbst die Geschenke entgegen. Darstellungen dieser Art finden sich auch auf Vasen dieser Zeit.“

Unterhalb des Giebels befindet sich eine Inschrift, die folgendermaßen lautet: ΗΓΗΣΩ ΠΡΟΞΕΝΟΣ, „Hegeso, (Tochter) des Proxenos.“

Heute befindet sich dieses Grabmal im Nationalmuseum in Athen. Doch wie kommt es nach Oberbayern? Die Beschreibung des Reliefs liefert des Rätsels Lösung.